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Gaggenauwetter

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Radarfilm (Niederschlag) BAWÜ Aktuelle Beobachtungen aus BAWÜ
Letzte Aktualisierung: 13.05.2026, 21.56 Uhr
Ein Tief mit Kern über Südskandinavien lenkt aus Nordwesten kühle und instabil geschichtete Luft nach Süddeutschland. WIND/STURM: Bis Donnerstagabend zeit- und gebietsweise Böen bis 60 km/h aus Südwest bis West. In den Schwarzwaldhochlagen und auf der Südwestalb zeitweise stürmische Böen um 70, in der Nacht zum Donnerstag auf den Schwarzwaldgipfeln vorübergehend Sturmböen bis 80, auf dem Feldberg auch schwere Sturmböen um 90 km/h. GEWITTER: Bis in die Nacht zum Donnerstag hinein sowie am Donnerstag tagsüber lokal Gewitter mit stürmischen Böen bis 70 km/h und kleinkörnigem Hagel wahrscheinlich. Am Freitag ab dem Mittag bis zum Abend einzelne Gewitter mit Starkregen um 15 l/qm in kurzer Zeit, kleinkörnigem Hagel und Böen um 60 km/h. FROST: In den Nächten zu Freitag und Samstag in ungünstigen Lagen vereinzelt leichter Frost.
Wechselhaft, wiederholt Regenschauer und einzelne Gewitter. Windig.
In der Nacht zum Donnerstag schauerartiger Regen. Nach Mitternacht von Nordwesten nachlassender Niederschlag, dann noch einzelne Schauer, selbst Gewitter im Süden nicht ganz ausgeschlossen, aber auch Wolkenlücken. 8 bis 2 Grad. Im höheren Schwarzwald (schwere) Sturmböen aus West bis Südwest, im übrigen Bergland nur zeitweise starke bis stürmische Böen.

Zeitpunkt Datenabholung beim DWD: 13. 05. 2026 22:45:02 Uhr:


Am Donnerstag (Christi Himmelfahrt) überwiegend stark bewölkt mit zahlreichen Schauern und einzelnen kurzen Gewittern. Bei mäßigem bis frischem, in Böen starkem und im Hochschwarzwald stürmischem Südwestwind Höchstwerte zwischen 10 und 14, im Bergland um 8 Grad. In der Nacht zum Freitag weiterhin viele Wolken. Anfangs noch Schauer, abklingend, ausgangs der Nacht von Südwesten dann neuer Regen. Minima von 7 bis 0 Grad, lokal Frost in Bodennähe.
Am Freitag von Südwest nach Nordost Regen, später Übergang in wechselnde Bewölkung mit Schauern oder kurzen Gewittern. Mit Höchstwerten zwischen 10 und 14, im Bergland um 8 Grad weiterhin zu kühl für die Jahreszeit. Schwacher bis mäßiger Wind aus westlichen Richtungen. In der Nacht zum Samstag Richtung Oberschwaben/Allgäu wahrscheinlich länger anhaltender Regen, sonst abklingende Schauer. Temperaturrückgang auf 7 bis 0 Grad, lokal Frost in Bodennähe.
Am Samstag weiterhin unbeständig mit Regen und Regenschauern, in den höchsten Lagen eventuell auch Schnee. Wenig Temperaturänderung: Maximal 8 Grad im Bergland, bis 16 Grad in der Kurpfalz. Mäßiger, mitunter frischer Wind aus West bis Nordwest. In der Nacht zum Sonntag abziehende Niederschläge und Auflockerungen. Frühwerte 6 bis 0 Grad, gebietsweise bodennah Frost.
Deutscher Wetterdienst
10-Tage-Vorhersage für Deutschland
von Samstag, 16.05.2026 bis Samstag, 23.05.2026
ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
am Mittwoch, 13.05.2026, 13:53 Uhr

Leicht wechselhaft bei langsam steigenden Temperaturen. In der
zweiten Wochenhälfte wahrscheinlich zunehmend frühsommerlich.

Vorhersage für Deutschland bis Mittwoch, 20.05.2026,
Am Samstag wechselnd bewölkt, vereinzelte Schauer, von der Mitte bis
zur Ostsee längere Zeit auch heiter und meist trocken. An den Alpen
teils länger anhaltender Regen, ab 1500 m Schneefall. Höchstwerte im
Dauerregen sowie im Bergland 5 bis 10, sonst 10 bis 17 Grad, am
mildesten an der Oder. Schwacher bis mäßiger, in Böen teils frischer
Wind aus West bis Nordwest.
In der Nacht zum Sonntag in weiten Landesteilen wolkig oder klar und
oft niederschlagsfrei. Lediglich im äußersten Südosten bedeckt und
noch zeitweise Regen, in höheren Lagen Schneefall. Tiefstwerte 7 bis
1, im Bergland vereinzelt bis -2 Grad. Gebietsweise Bodenfrost.

Am Sonntag heiter bis wolkig, im äußersten Südosten zunächst noch
stärker bewölkt. Im Tagesverlauf einzelne leichte Schauer, im
Nordosten meist trocken. Höchsttemperatur 12 bis 19 Grad. Überwiegend
schwachwindig.
In der Nacht zum Montag wolkig bis klar und trocken. Lediglich im
Westen im Verlauf stärker bewölkt und spätestens in der zweiten
Nachthälfte zeitweise etwas Regen. Abkühlung auf 9 bis 3 Grad. Nur
vereinzelt im Osten und Süden leichter Bodenfrost.

Am Montag wechselnd bis stark bewölkt und von Westen sich langsam
ostwärts ausweitender schauerartiger, vereinzelt gewittriger Regen.
Nach Osten und Südosten zu weitgehend trocken und trotz einiger
Wolken längere sonnige Phasen. Höchstwerte 14 bis 20 Grad, in höheren
Lagen sowie an Küstenabschnitten mit auflandigem Wind darunter.
Überwiegend schwachwindig.
In der Nacht zum Dienstag unterschiedlich bewölkt, noch einzelne
Schauer. Im äußersten Osten und Westen gebietsweise klar. 10 bis 4
Grad.

Am Dienstag heiter bis wolkig, einzelne Schauer oder kurze Gewitter.
Erwärmung auf 16 bis 22 Grad. Schwachwindig.
In der Nacht zum Mittwoch wolkig bis klar, nachlassende
Schaueraktivität. Tiefsttemperatur 11 bis 5 Grad.

Am Mittwoch zunächst vielerorts sonnig oder nur locker bewölkt. Im
Tagesverlauf mehr Quellwolken und bevorzugt im äußersten Osten und
Westen sowie über dem Bergland einzelne Schauer. Erwärmung auf 18 bis
24 Grad. Weiterhin meist nur schwache Luftbewegung.

Trendprognose für Deutschland, von Donnerstag, 21.05.2026 bis
Samstag, 23.05.2026,
Hochdruckeinfluss mit viel Sonnenschein, kaum noch Schauer und weiter
steigenden Temperaturen.

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Jens Hoffmann

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst



Wissenschaft kompakt

Wo ist der Polarjet hin?



Der Polarjet weht als kräftiges Westwindband in einigen Kilometern
Höhe und beeinflusst unser Wetter maßgeblich. Warum er in einer
speziellen Darstellung plötzlich verschwunden ist, klären wir heute.



In vielen vergangenen Themen des Tages wurde das starke Westwindband,
das die Arktis in etwa 5 km Höhe umläuft, erwähnt. Die Rede ist vom
Polarjetstream. Er hat einen immensen Einfluss auf unser Wetter in
Deutschland und lenkt es gewissermaßen von oben. Heute wollen wir uns
ein wenig mit ihm beschäftigen.
Grundsätzlich entsteht er durch die großen Temperaturunterschiede
nördlich und südlich von ihm. Dort wo die kalten polaren und die
wärmeren Luftmassen aus den mittleren Breiten aufeinandertreffen,
bildet sich in der Höhe dieser starke (West-)Windstrom.
Nun wollen wir uns eine zugegebenermaßen schon etwas in die Jahre
gekommene Grafik anschauen.
Hier sehen wir auf der x-Achse die geographische Breite. Die linke
Hälfte ist die Südhalbkugel und die rechte die Nordhalbkugel. Auf der
y-Achse ist die Höhe aufgetragen. Die Höhenangabe ist etwas
gewöhnungsbedürftig in 100-hPa-Schritten angegeben. Das heißt, es
fängt bei 1000 hPa (etwa Bodenniveau) an und geht hinauf bis über 200
hPa (~12 km). Die beschrifteten Linien geben den gemittelten zonalen
Wind an. Hier ist wichtig zu beachten, dass nur(!) der zonale Anteil
- also der Anteil des Windes, der in Ost-/Westrichtung zeigt -
betrachtet wird. Durchgezogene Linien stehen für Westwinde (positive
Zahlenbeschriftung) und gestrichelte für Ostwinde (negative
Zahlenbeschriftung) und sind mit Werten in Metern pro Sekunde
versehen. Soweit so gut, jetzt fehlt nur noch die Erklärung, warum
drei dieser Diagramme direkt untereinander zu sehen sind. Das ist
eine Einteilung in verschiede Zeiträume. Das oberste Diagramm
betrachtet das Mittel über ein ganzes Jahr. Das mittlere Diagramm
verwendet dagegen nur die Wintermonate und das unterste Diagramm nur
die Sommermonate. So kann eine jahreszeitliche Veränderung der Winde
untersucht werden.
Betrachten wir mit diesem Wissen die Diagramme, werden Windmaxima
wunderbar ersichtlich. Dort wo sich die eingezeichneten Linien mit
der höchsten Zahl (= Windgeschwindigkeit) befinden, liegt
augenscheinlich ein Jetstream. Beschränken wir uns einfachheitshalber
nur auf die Nordhalbkugel. Das Windmaximum von 25 m/s im jährlichen
Mittel findet sich ungefähr zwischen 30 und 35 °N und auf einer Höhe
von etwa 200 hPa. Wenn nur der Winter betrachtet wird, liegt das
Maximum etwas weiter südlich und ist deutlich stärker. Das passt zu
unserem Verständnis, denn im Winter sind die Temperaturunterschiede
zwischen Nord und Süd größer und daher auch der resultierende
Jetstream. Im Sommer dagegen verschiebt sich das Ganze Gebilde nach
Norden und schwächt sich ab.
Jetzt könnte dieses Thema des Tages zum Ende kommen, doch dem
aufmerksamen Leser wird vielleicht etwas spanisch vorkommen. Im
ersten Absatz steht doch, dass der Jet in einer Höhe von 5 km und
nicht in 12 km zu finden ist. Außerdem liegt der 30. Breitengrad in
den Subtropen. Länder wie China, Ägypten, Algerien, Marokko oder
Mexiko befinden sich dort, aber Europa liegt viel weiter nördlich.
Die einzige Erklärung ist: Wir haben den falschen Jet identifiziert.
Tatsächlich ist das so schön ersichtliche Starkwindband der
sogenannte Subtropenjet, der dadurch entsteht, dass Luft in großer
Höhe vom Äquator wegströmt und abgelenkt wird.
Jetzt bleibt nur noch die Frage zu klären, was wir mit unserem
verschwundenen Polarjet machen. Die Krux liegt darin, dass in den
Diagrammen nur die zonalen Winde betrachtet werden. Wir wissen
jedoch, dass unser Jetstream dazu neigt, komplizierte Wellenmuster zu
bilden und dadurch oft in Nord-/Südrichtung zeigt. Das führt dazu,
dass er in diesen gemittelten Grafiken nicht zu sehen ist. Wenn alle
Windrichtungen miteinbezogen werden würden, müsste er sich zwischen
40 und 60 °N auf einer Höhe von etwa 500 hPa befinden.
Wer eine schöne Animation der weltumspannenden Strömungen in
unterschiedlichen Höhen anschauen will, dem sei die Internetseite
https://earth.nullschool.net/ ans Herz gelegt. Dort kann man sich
durch verschiedene Höhen und Parameter klicken und ansprechend
animiert die Ergebnisse betrachten.


M.Sc. Fabian Chow

Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 13.05.2026

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 07225/77506  Mozartstraße 14, 76571 Gaggenau

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